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Fotogalerie: Reiternomaden in Europa

Seit dem 09. April lädt Sie die Schallaburg mit „Reiternomaden in Europa – Hunnen, Awaren, Bulgaren, Ungarn“ auf einen Streifzug mit den Steppenreitern des Frühmittelalters ein. Oftmals in der Geschichte als brandschatzende Völker dargestellt – werden die Reiternomaden auf der Schallaburg unter einem anderen Blickwinkel betrachtet und so eröffnet sich eine neue Sicht auf ihre Lebensweisen.

Video von der Ausstellung

Renaissanceschloss Schallaburg

Renaissanceschloss Schallaburg. Foto August Aust
Ein Schallaburg-Ausflug umfasst nicht nur den Ausstellungsbesuch. Das Zusammenspiel von Garten, Natur, Burg und Restaurant schafft viele Zugänge: Auf Liegestühlen, Wanderwegen und über den Gaumen. Mit ihrer architektonisch reizvollen Verbindung des mittelalterlichen Palas und des Terrakotta-Arkadenhofs im Stil der Renaissance zählt die Schallaburg zu den größten Kulturschätzen des Landes.

Die Damen von Keszthely

Kleidernadel, Nadel, zwei Ohrgehänge. Foto August Aust
Die Menschen im Umfeld von Keszthely am westlichen Ufer des Plattensees sind stark von der spätrömisch-christlichen Kultur geprägt. Daran ändert sich auch nichts, als die Awaren dort an die Macht kommen. Die Gemeinden bewahren ihren Reichtum, ihre Religion und ihre Tradition. Noch mehr als 200 Jahre nach Ankunft der Awaren orientiert sich die Kleidung der Damen von Keszthely an die Tradition der Vorfahren.

Keramik hergestellt ohne Töpferscheibe

Awarische Gefäße. Foto August Aust
Die früheren awarischen Siedler stellten ihre Keramik ohne Töpferscheibe her. Die Details der Gefäße - Ringhenkel, buckelförmige Verzierungen oder quadratische Mündungen - haben Parallelen in Osteuropa und Asien. Die Awaren bringen diese Keramikformen mit in ihre neue Heimat im Karpatenbecken.

Hunnische Schönheitsideale

Schädel eines Mannes und einer Frau. Foto August Aust.
Der Schädel von Säuglingen ist noch sehr weich und formbar. Durch das feste Umwickeln mit Bandagen lässt sich das natürliche Wachstum verändern, sodass er schmäler und höher wird. Gerade aus der Hunnenzeit sind uns viele solcher Schädel bekannt.

Exklusive Opfergaben

Reich ausgestattete hunnenzeitliche Opfergrube. Foto August Aust
Die hunnenzeitliche Opfergrube aus Pécs-Üszögpuszta (Ungarn) ist besonders reich ausgestattet. Sie enthält Reiterzubehör in Form von Zierbleche eines Sattels, eine Trense und Verzierungen des Zaumzeuges.

Bronzekessel. Rätselhaftes Objekt aus der Hunnenzeit

Bronzekessel aus der Hunnenzeit. Foto August Aust
Bisher sind von China bis ins Karpatenbecken mehr als 30 Kessel vollständig oder bruchstückhaft ans Licht gekommen. Die höchste Dichte an bekannten Kesseln gibt es in den Kerngebieten des Hunnenreiches im Karpatenbecken und an der unteren Donau

Rüstung der Steppenkrieger

Rüstung der Steppenkrieger. Foto August Aust
2017 stoßen Archäologen bei Derecske (Ungarn) auf das Grab eines awarischen Reiterkriegers samt Pferdeopfer. Der Fund entpuppte sich als Sensation, denn der Tote liegt auf einen erhaltenen Lamellenpanzer - dem ersten vollständig erhaltenen Exemplar aus awarischer Zeit.

Der "Fürst" von Kunbábony

Schwert mit goldverzierter Scheide. Foto August Aust
... zeigt sich von mehreren Seiten: Zunächst ist er Krieger - das belegen unter anderem sein zweischneidiges Schwert mit goldverzierter Scheide. Er ist auch Anführer: Als solcher besitzt aufwendiges Tafelgeschirr - Trinkhorn inklusive - und er ist ein Mann von Welt. In seinem Grab war auch eine große Amphore aus Byzanz.

Schutzgeldzahlungen von den Römern an die Hunnen

Römische Münzen. Foto August Aust

Die Römer bezahlen den Hunnen jedes Jahr hohe Summen, damit diese ihnen Frieden gewähren. Vermutlich sind auch diese Münzen, versteckt in einem Tongefäß, Teil solcher Schutzgeldzahlungen. Am Höhepunkt seiner Macht erhält der Hunnenkönig Attila von den Römern 2100 Pfund Gold pro Jahr, das sind etwa 150.000 Münzen. Für die Römer ist das zwar peinlich, aber weitaus billiger als ein Krieg.

Die vornehmen Damen im Hunnenreich ...

Goldschmuck mit eingesetzten farbigen Steinen. Foto August Aust

... tragen aufwendigen Schmuck. Besonders beliebt ist Goldschmuck mit eingesetzten farbigen Steinen, vor allem Granaten. Diese beiden Anhänger sind ursprünglich Teil eines Kopfschmucks und vermutlich an der Seite einer Haube angebracht.

Führung durch die Ausstellung Reiternomaden in Europa

Führung durch die Ausstellung Reiternomaden in Europa. Foto August Aust

Bei einer Führung durch die Ausstellung erfährt man Wissenswertes und Spannendes zu den Ausstellungsobjekten. Auf alle Fälle empfehlenswert.

Führung durch die Ausstellung (Dauer ca. 75 Min.): 4,00 € + Eintritt.

Montag bis Donnerstag: 10:00, 11:00, 13:00, 14:00 Uhr

Freitag: 10:00, 11:00, 13:00, 14:00, 15:00 Uhr

Samstag, Sonntag und Feiertag: 10:00, 11:00, 13:00, 14:00, 15:00, 16:00 Uhr

 Fotos (2022): August Aust

Beschreibungen in der Ausstellung

https://www.mostviertel.at/alle-ausflugsziele/a-renaissance-schloss-schallaburg

und August Aust

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