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August Aust – Autobiografie

Lass dich nicht von den Meinungen und Erwartungen anderer lenken, wenn es um deine Entscheidungen geht. Es ist dein Leben, und du hast das Recht, das zu tun, was dich wirklich erfüllt und glücklich macht. (August Aust).

Ein Leben voller Herausforderungen und Abenteuer.

Im Laufe der letzten vier Jahrzehnte habe ich zahlreiche ausgedehnte Abenteuer gesucht und erlebt, die mich sowohl körperlich als auch geistig mehr an die Grenzen des Möglichen führten. Jede dieser Herausforderungen bereicherte mein Leben durch wertvolle Erfahrungen. Im Folgenden findest du eine kleine Auswahl jener besonderen Erlebnisse, die mein Dasein nachhaltig geprägt haben.

Fatbike im Schnee

2025

Skibob in Obertauern

Mit 70 Jahren wurde es Zeit, neue Sportarten zu entdecken

Im Jahr, in dem ich meinen 70. Geburtstag feiern konnte, versuchte ich neue und ungewöhnliche Sportarten auszuprobieren. So fuhr ich mit dem Fatbike mehrfach eine Rodelbahn hinunter – ein Vorhaben, das mich einige blaue Flecken kostete, da mein Ziel, so schnell wie möglich zu sein und dabei die Grenzen der Vernunft überschritt.


Ein weiteres besonderes Sporterlebnis war ein Gästeskeleton im Olympia-Eiskanal in Innsbruck. Ein echtes Abenteuer, bei dem man mit Geschwindigkeiten von 85 bis 95 km/h die Bahn liegend auf dem Schlitten mit dem Kopf voran und mit dem Kinn nur wenige Zentimeter über dem Eis dahinrast.


Es gab noch weitere Sportarten, die jedoch nicht so spektakulär waren.

Skeleton

2025

Rodelfahrt
1000 km zu Fuß durch Österreich. Foto; August Aust

2018

1000 km zu Fuß durch Österreich in weniger als 30 Tagen

Nachdem ich nach Österreich zurückgekehrt war und einige kleinere sportliche Ziele gemeistert hatte, setzte ich mir ein neues Vorhaben: eine Wanderung von Bangs in Vorarlberg, dem westlichsten Punkt Österreichs, bis nach Deutsch Jahrndorf im Burgenland, dem östlichsten Ort des Landes.

Diese Strecke von mehr als 1.000 Kilometern und über 11.000 Höhenmetern bewältigte ich in knapp einen Monat. Mit hatte ich einem Rucksack, der 25 kg wog, und schlief dabei jede Nacht unter freiem Himmel. Besonders ist, dass mein Tagesbudget dabei stets unter 10 € blieb.

Wanderung auf den Teide.

2015

Teidemarsch, 190 km und 2.600 hm in 68 Stunden

Im Sommer 2015 unternahm ich auf Teneriffa eine Wanderung, um meine persönliche Leistungsfähigkeit unter extremeren Bedingungen zu testen. Diese Herausforderung war, innerhalb von drei Tagen eine Strecke von 190 Kilometern mit mehr als 2.000 Höhenmeter zurückzulegen und dies während der heißesten Jahreszeit zu bewältigen. Tagsüber erreichten die Temperaturen auf der Insel 37 Grad Celsius und entlang der gesamten Route gab es kaum Bäume oder schattige Wegabschnitte. Zusätzlich nahm ich keine feste Nahrung zu mir, nur Wasser, etwa 7-8 Liter pro Tag und schlief nie mehr als zwei Stunden täglich.

August Aust in einem Trimaran

1998 - 1999

5000 sm mit einem Trimaran 19 (Trikala 19)

Im Sommer 1998 startete ein Segelabenteuer mit dem Trimaran 19 im Hafen von Port Saplaya nahe Valencia. Die Strecke umfasste 5.000 Seemeilen und führte zunächst rund um die Balearen bis nach Barcelona, anschließend entlang der Mittelmeerküste zurück in Richtung Gibraltar. Von dort aus ging die Reise an der Atlantikküste Spaniens weiter, bis nach Lagos in Portugal, wo der schwierigste Teil begann.

Mit diesem dem 5,8 m kleinen Trimaran ohne Kajüte die 1.100 Kilometer lange Fahrt im Atlantik bis auf die Kanarischen Inseln. Die ersten Tage fernab jeder Küste waren teils von schwierigen Windbedingungen und 5 Meter hohe Wellen geprägt. Nach fünf Tagen ununterbrochenen Segelns erschien schließlich die erste Kanarische Insel Lanzarote am Horizont. Von dort aus wurde die Fahrt über Fuerteventura und Gran Canaria fortgesetzt, bis im Spätsommer 1999 das vorläufige Ziel Teneriffa erreicht wurde.

  Video

August Aust beim Katamaransegeln

1995 -1997

Umsegelung der iberischen Halbinsel mit einen 4,60 m Katamaran 

Im September 1995 begann die Umsegelung der iberischen Halbinsel in San Sebastian, einer Stadt im Norden Spaniens. Die Reise erstreckte sich im Herbst und Winter entlang der Nordküste Spaniens sowie der Westküste Portugals. Nach der Überquerung der Meerenge von Gibraltar gelangte man schließlich ins Mittelmeer. Von dort aus folgte eine kurze Passage nach Ceuta in Nordafrika, bevor die Fahrt entlang der spanischen Mittelmeerküste bis nach Barcelona weiterging. Nach insgesamt 19 Monaten endete dieses Abenteuer im Frühjahr 1997. Die Herausforderung wurde zusätzlich dadurch erhöht, dass das Schiff ein 15 Jahre alter Katamaran war, der lediglich mit einem einzigen alten Segel ausgestattet war – ganz ohne Fock. Trotzdem konnten alle Hindernisse gemeistert werden und das Ziel wurde erfolgreich erreicht.

  Video Umsegelung der iberischen Halbinsel. Teil 1

  Video Umsegelung der iberischen Halbinsel. Teil 2

  Video Umsegelung der iberischen Halbinsel. Teil 3

August Aust Jetski Guinness Rekord

1994

Jetski Guinness Rekord

Am 27. August 1994 startete ein Rennen gegen die Zeit. Mit einer Kawasaki Wassermotorrad 1000, einem originalen Werksmodell mit 100 PS und einer Spitzengeschwindigkeit von knapp 100 km/h, verfolgte ich das Vorhaben, den Guinness-Weltrekord von 48 Stunden für das Zurücklegen von 1000 Kilometern zu übertreffen. Stündlich wurde eine kurze Pause von unter fünf Minuten eingelegt, um schnell zu tanken und danach sofort weiterzufahren. Trotz widriger Wetterbedingungen und Wellenhöhen von bis zu zwei Metern gelang es, das Ziel bereits nach nur 42 Stunden und 10 Minuten zu erreichen – der Rekord war gebrochen!

Nur wenige Monate später wurde diese Leistung vom spanischen Grafen und Abenteurer Álvaro de Marichalar erneut unterboten.

August Aust Katamarantour mit einem TopCat 15

1993

Mit einen TopCat 15 von Santa Pola direkt nach Ibiza (220 km)

In den letzten Jahren habe ich bereits mehrere kürzere Windsurftouren unternommen, die kaum die 200-Kilometer-Marke überschritten und stets in Santa Pola starteten oder dort endeten. Meine damalige Basis bildete meine Katamaran- und Windsurfschule. Doch in diesem Jahr stellte ich mich einer ganz besonderen Herausforderung: Mit einem kleinen TopCat 15 begab ich mich von Santa Pola aus auf eine Reise nach Ibiza, umrundete die Insel sowie Formentera und legte dabei 650 Kilometer zurück. Besonders war, dass ich die gesamte Strecke ohne jegliche Navigationshilfen wie einen Kompass absolvierte. Stattdessen orientierte ich mich ausschließlich am Sonnenstand, den Meeresströmungen und der Abdrift, um meinen Kurs auf der offenen See ungefähr zu bestimmen.

August Aust Windsurfentouren in Spanien.

1989 - 1999

Windsurfen. Barcelona - Umsegelung der Balearen - Mar Menor

Die Windsurftour erstreckte sich insgesamt über mehr als ein halbes Jahr, in dem ich die Strecke von rund 2.000 Küstenkilometern zurücklegte. Es gab viele Tage, an denen der Wind entweder zu stark oder zu schwach blies, sodass ein Weiterkommen schlichtweg nicht möglich war. Doch die unvergesslichen Höhepunkte meiner Reise waren ohne Zweifel die Überfahrten nach Ibiza und Mallorca – jeweils etwa 100 Kilometer, die ich ganz ohne Begleitschiff meisterte. Die Passage von Ibiza nach Mallorca verbrachte ich aufgrund völliger Windstille sogar zwei Tage lang sitzend auf meinem Windsurfboard … Während der Etappe von Menorca nach Sóller (Mallorca) trieben mich heftige auflandige Winde an die steile Ostküste Mallorcas. Dieses Mal konnte ich mich nur durch das Erklimmen eines Felsens retten, verlor dabei jedoch meine komplette Ausrüstung. Nach zwei Tagen wurde ich von einem Touristenboot entdeckt und zum nächsten Ort gebracht. Glücklicherweise wurde diese Tour materiell von BIC unterstützt, dem damals weltweit größten Hersteller von Windsurfboards, sodass ich bereits nach wenigen Tagen mit neuem Equipment weitermachen konnte.

August Aust 1000 km Windsurftour im Atlantik

1987

Windsurf. 1000 km über den Atlantik.

In Chipiona, einer Stadt in der Provinz Cádiz, begann das Abenteuer mit dem Ziel, eine ununterbrochene Windsurf-Tour zu einer der sieben Kanarischen Inseln erfolgreich zu absolvieren. Das genaue Ziel war zu diesem Zeitpunkt noch offen, denn als einzige Orientierung diente ein Kompass, der direkt im Windsurfboard eingebaut war. Nach der zweiten Nacht zog ein heftiger Sturm auf. Diesen konnte ich fast 12 Stunden lang standhalten. Doch als meine Kräfte schwanden, entschied ich mich, den Kurs zu ändern und stattdessen die etwa 100 Kilometer entfernte Küste Marokkos anzusteuern. Die Landung am Sandstrand war bei Wellen von vier bis fünf Metern Höhe alles andere als leicht. Die marokkanische Gastfreundschaft unterscheidet sich stark von der in Mitteleuropa: Ich wurde sofort für sieben Tage in einem wenig einladenden Gefängnis festgehalten und schließlich wegen illegaler Einreise aus dem Land ausgewiesen.

August Aust Windsurftour im Guadalquivir

1987

Windsurfen. 600 km den Guadalquivir entlang

Eine neue Herausforderung erwartete mich auf dem Guadalquivir, dem fünflängsten Fluss Spaniens. In der Sierra de Cazorla in der Provinz Jaen, einigen Kilometern nach dem Staudamm begann die Windsurftour. Anfangs war der Fluss zu schmal, um zu segeln, und später gab es keinen Wind. Es blieb nichts anderes übrig, das Segel und den Gabelbaum am Board zu befestigen und jeden Tag zu paddelte. Auch in der Dunkelheit. Dabei merkte ich am 3. Tag zu spät, dass der Fluss über eine Staumauer floss und stürzte 6 Meter in die Tiefe. Nach diesem ungeplanten Freifall ging die Paddeltour ohne Schneidezahn aber mit einer Platzwunde am Kopf weiter. Nach 10 Tage war Chipiona und der Atlantik erreicht und nun ging es der Küste und den Nationalpark von Doñana entlang bis nach Huelva zur Kolumbusstatue.

August Aust Windsurftouren in Spanien und Portugal

1986

Windsurfen. Cabo de Gata nach Lissabon 1.100 km

Mit einer Vielzahl von Windsurferfahrung im Gepäck brach ich zu meiner bislang längsten Tour auf. Der Startschuss fiel im September in Cabo de Gata in Almería. In den ersten Tagen waren die Winde überwiegend schwach und aus der ungünstigen Richtung (Poniente, Westwind), sodass nur Tagesstrecken von 5 bis 15 (Küsten) Kilometern möglich waren. Erst bei Gibraltar änderte sich die Situation: In der Straße von Gibraltar gab es gewaltige Kreuzwellen und Winde von über 6 Beaufort.

Später, in Oura (Portugal), verwandelte sich die Fahrt in eine wahre Odyssee. Während eines Einkaufes wurde ein Teil meiner Ausrüstung, die am Strand lag, gestohlen. Von diesem Zeitpunkt an surfte ich ohne Surfanzug und Harness in kurzen Tagesetappen weiter.

Weihnachten, einige Kilometer nach Lissabon, kam es schließlich zum endgültigen Ende meiner Tour. Bei stürmischem Wetter und hohen Wellen im Surferparadies landete ich an einer Steilküste an, wo ich den verbleibenden Rest meiner gesamten Ausrüstung verlor. Glücklicherweise gelang es mir, mich an den nur 100 Meter entfernten Strand zu retten.

August Aust Jagdkommando Kurs.

1974 - 1985

Jagdkommando und UN Einsatz im Zypernkrieg

Das Jagdkommando hat im Laufe der Jahre einen bemerkenswerten Wandel durchlaufen. Während die Ausbildung sowohl damals als auch heute gleichzeitig hohe Anforderungen an die physischen und psychischen Belastungen der Teilnehmer stellt, haben sich die Ausbildungsziele aufgrund der dynamischen globalen politischen Lage erheblich verändert.


Ich selbst absolvierte 1974 dem Grundkurs, unterbrach jedoch kurz vor dessen Abschluss, um einen neunmonatigen UN-Auslandseinsatz in Zypern zu absolvieren. In dieser Zeit erlebte ich hautnah die Spannungen des Zypernkrieges, der 2 Tage nach meiner Ankunft begann. Nach meiner Rückkehr musste ich den gesamten Jagdkommandokurs erneut wiederholen.


In den folgenden Jahren gehörte ich fast 9 Jahre als Ausbildner dem Kader dieser Eliteeinheit an und absolvierte eine Vielzahl weiterer Ausbildungen, darunter Survival-, Kampfschwimmer-, Alpin- und Fallschirmspringerausbildung.


Diese Erfahrungen waren nicht nur persönliche Herausforderungen, sondern bildeten auch das Fundament für meine anschließenden Abenteuer im Windsurfing und Segeln.