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Radtour 2026. 1.600 km - 10.000 hm
Marie Luise Riedler und August Aust
Moto: "Siebzig Jahre und kein bisschen leise"
Alle auf diesen Seiten (Zeitplan) bereitgestellten Fotos stehen uneingeschränkt zur freien Verfügung. Sie können von jedermann genutzt, heruntergeladen und weiterverwendet werden, ohne dass eine Nennung des Urhebers oder der Quelle erforderlich ist. Dies bedeutet, dass keinerlei Verpflichtung besteht, den Fotografen oder die Webseite als Urheber zu nennen, was die Verwendung der Bilder besonders unkompliziert und flexibel macht.
Marie Luise Riedler
Göstling 128
3345 Göstling an der Ybbs
Telefon: 0664 144 7611
E-Mail: marieluiseriedler@gmail.com
August Aust
Göstling 128
3345 Göstling an der Ybbs
Telefon: 0664 273 0611
E-Mail: august1707@gmail.com
Die Radtour ist beendet.
Zusammenfassung:
Nach 21 Tourtagen haben wir unsere Radtour durch sieben österreichische Bundesländer und deren Hauptstädte erfolgreich abgeschlossen. Mit dieser Reise wollten wir zeigen, dass man auch im Alter von 70 Jahren noch in der Lage ist, anspruchsvolle Unternehmungen zu bewältigen, die weit über einen gewöhnlichen Urlaub hinausgehen.
Insbesondere Marie Luise, die nach jahrzehntelanger Radfahrpause erst vor etwas mehr als sechs Monaten wieder mit dem Radfahren begonnen hat, beweist eindrucksvoll, was mit der richtigen Vorbereitung auch im hohen Alter möglich ist.
Die Tour startete bei Temperaturen von bis zu 30 Grad und herrlichem Wetter. Zwischen Wildon, Klagenfurt und Salzburg lagen die Höchsttemperaturen hingegen nur bei 13 bis 14 Grad, begleitet von häufigem Regen, weshalb wir die Tagesetappen entsprechend kürzer gestalteten.
Im Durchschnitt legten wir dennoch täglich über 70 Kilometer zurück. Das tägliche Suchen nach Unterkünften, das Tragen und Auspacken des 45 Kilogramm schweren Gepäcks sowie das Packen der Fahrräder am Morgen wurden schnell zur Routine.
Besonders freuen wir uns darüber, dass unsere täglichen Facebook-Posts – obwohl wir weder Influencer sind noch sein wollen – von bis zu 2.000 Personen täglich besucht wurden. Auch während der Fahrt konnten wir in zahlreichen Gesprächen viele Radfahrer inspirieren und neue Anregungen geben.
Zu guter Letzt möchten wir unseren herzlichen Dank aussprechen:
- An die fast 2.000 Personen, die täglich unsere Berichte auf Facebook verfolgen und mit zahlreichen Kommentaren sowie Likes unterstützen.
Marie Luise Riedler: https://www.facebook.com/marieluise.riedlerkoch
August Aust: https://www.facebook.com/austaugust
- An die verschiedenen Medien, die es wertschätzten, einmal oder mehrfach über unsere Reise zu berichten.
- An Monika und Günther Blieweis, die uns einen so herzlichen Empfang in der Parkhütte bereitet haben.
- An Georg Perschl, der uns mit großartigen Fotos bei der Abfahrt und Ankunft zu Verfügung gestellt hat.
- An Ekkehart Haslberger vom Sportgeschäft „SportWerk“ in Göstling, der unseren Fahrrädern – trotz bereits über 10.000 Kilometern auf meinem dem Tacho – den notwendigen Service machte, sodass wir die Tour ohne technische Probleme abschließen konnten. Zudem hat er uns wertvolle Reisetipps mit auf den Weg gegeben.
Vor Jahren empfahl er Marie Luise und später auch mir das diese Marke und diese verschiedenen Modelle die geeigneten Fahrräder für jeden von uns sind. Und bis heute hat er Recht behalten.
Abgeschlossene Etappen (gefahrene Kilometer in 21 Tagen 1.555,60)
Montag, 15.06.2026, 10:00 Uhr - Start der 21. und letzten Etappe.
Amstetten - Waidhofen an der Ybbs - Hollenstein an der Ybbs - Göstling an der Ybbs
Km:
71,04; Hm: ↑
491 m;
Fahrzeit: 4 Stunden 1 Minuten
Zur Etappe: Gestern hatten wir den Beginn des Ybbstalradwegs als einen der schlechtesten Radwege Österreichs bezeichnet, da auf den ersten etwa zehn Kilometern kein ausgewiesener Radweg vorhanden ist und man stattdessen vielbefahrene Nebenstraßen nutzen muss. Heute hingegen fuhren wir auf erstklassigen Radwegen; der Abschnitt von Waidhofen an der Ybbs bis nach Göstling zählt zu den schönsten Radwegen Österreichs.
Das Wetter spielte mit, und der Wind mit etwa 20 km/h wurde wie in den vergangenen Tagen von uns nicht beachtet.
Nach 20 Tagen Erfahrung auf dem Rad legten wir die Kilometer routiniert zurück.
Orte wie Sonntagsberg, Waidhofen und Hollenstein waren uns von früheren Touren vertraut – wir hatten quasi Heimvorteil.
In Göstling wurden wir in der Parkhütte, dem schönsten Ort der Stadt, herzlich willkommen geheißen. Unser besonderer Dank gilt Monika und Günther Blieweis für den überraschenden Empfang sowie Georg Perschl für die beeindruckenden Fotos bei unserer Abfahrt und Ankunft. Sie waren die einzigen, die von unserem Eintreffen wussten, was diesen Moment umso besonderer machte.
Foto: Georg Perschl. Herzlicher Empfang in Göstling durch Monika und Günther Blieweis.
Foto: Georg Perschl. Die Parkhütte in Göstling war und ist das beste Lokal, das wir während unserer Reise besucht haben.

Wasserkraftwerk Böllerwerke – Stromversorgung für Voestalpine Precision Strip.

Schloss Rothschild in Waidhofen an der Ybbs, Eventlocation und Museum. Im Fünf-Elemente-Museum werden die Elemente Erde, Feuer, Wasser, Holz und Metall anschaulich präsentiert und laden Besucher zu einer Entdeckungsreise ein.
Sonntag, 14.06.2026, 10:00 Uhr - Start der 20. Etappe.
Mauthausen - Ybbs an der Donau - Amstetten
Km:
76,63; Hm: ↑
283 m;
Fahrzeit: 3 Stunden 40 Minuten
Seit 10 Uhr morgens befanden wir uns auf unserer vorletzten Etappe. Das Wetter ähnelte dem des Vortags, war jedoch einige Grad kühler. Am Nachmittag zeigte sich bei zunehmend starkem Wind auch immer wieder die Sonne.
Der erste Abschnitt führte uns entlang des Donauradwegs. Später verliefen die B3 und der Radweg für einige Kilometer auf demselben Asphalt. Da jedoch Sonntag war, gab es keinen Schwerverkehr, und auch das übrige Verkehrsaufkommen blieb gering.
Als Ausgleich wurden wir mit Durchfahrten durch malerische Kleinstädte, Orte und Ortsteile belohnt. Besonders erwähnenswert sind Grein, Struden und Sarmingstein mit der Turmruine, die einst Teil einer Mautstelle zur Überwachung des Donaustroms war – sozusagen die historischen Vorfahren der ASFINAG.
Über die Donaubrücke Persenbeug erreichten wir Ybbs an der Donau und schlossen damit den Donauradweg von Passau bis Hainburg an der Donau ab (die ersten Etappen führten von Ybbs an der Donau bis zur Donaubrücke bei Hainburg, die letzten von Passau bis Ybbs).
Anschließend ging es weiter über den Ybbstalradweg, dessen erste Kilometer zu den schlechtesten Radwegen Österreichs zählen, sowie über Nebenstraßen bis nach Amstetten.

Sarmingstein ist ein Ortsteil von St. Nikola an der Donau im oberösterreichischen Strudengau.
Im Jahr 1854 wäre bald der Kaiser von Österreich zusammen mit seiner Gemahlin „Sissi“ hier in der Nähe bald unfreiwillig baden gegangen, als sein neues Schiff „Adler“ auf Grund lief. Da der Kaiser, wie es bei seiner Reise üblich war, von mehreren Begleitschiffen begleitet wurde, konnte Seine Kaiserliche Hoheit problemlos auf eines der Schiffe umsteigen. Gott sei Dank - wurde auch das gesamte Gepäck vollständig gerettet.

Kaffeepause am donAu-Standl in Au direkt am Donauradweg.

In der Nähe von Mitterkirchen im Machland.

Die Perle des Strudengaus" wird das Donaustädtchen Grein von Dichtern genannt.
Samstag, 13.06.2026, 10:00 Uhr - Start der 19. Etappe.
Wesenufer - Mathausen
Km:
95,64; Hm: ↑
243 m;
Fahrzeit: 4 Stunden 06 Minuten
Seit 9:30 Uhr hat es nicht mehr geregnet, und das Wetter blieb den ganzen Tag über trocken. Unser erster Abschnitt von Schlingen bis Aschach an der Donau zählt zu den schönsten Streckenabschnitten des Donauradwegs, die wir bisher kennenlernen durften. Nicht ohne Grund wurde die Donauschlinge bei Schlögen im Jahr 2008 zum „Naturwunder Oberösterreichs“ gekürt.
Nach Aschach setzten wir unsere Fahrt auf dem flachen Donauradweg ohne nennenswerte Steigungen in Richtung Linz fort. Zuvor überquerten wir die Donau mit der Fähre Ottensheim–Wilhering.
In Linz nutzten wir die Gelegenheit für ein persönliches Fotoshooting am Hauptplatz vor der Dreifaltigkeitssäule – passend zu den Temperaturen trugen wir diesmal unser Tour-T-Shirt.
Mit Linz haben wir bereits sieben Landeshauptstädte Österreichs mit dem Fahrrad besucht: St. Pölten, Wien, Eisenstadt, Graz, Klagenfurt, Salzburg und nun Linz. Nebenbei streiften wir dabei auch drei Nachbarländer: Ungarn, Slowenien und Deutschland.
Endstation des heutigen Tages war Mauthausen. Trotz Wind von bis zu 25 km/h wurden wir kaum gebremst und erreichten mit über 20 km/h unsere höchste Durchschnittsgeschwindigkeit der gesamten Tour.
Es scheint bei uns ähnlich zu sein wie bei Pferden: „Wenn sie den Stall riechen...“

Schlögen an der "blauen Donau".

Rollfähre Ottensheim–Wilhering

Donauradweg. Wenige Kilometer vor Linz Zentrum

Die siebte Station unserer Radtour, die Landeshauptstadt Linz, ist erreicht. Abgebildet ist die Dreifaltigkeitssäule im Zentrum des Linzer Hauptplatzes.
Nach dem Fotoshooting am Hauptplatz in Linz führt der Weg weiter über die Nibelungenbrücke, die die Stadtteile Innenstadt und Urfahr miteinander verbindet.
Freitag, 12.06.2026, 10:00 Uhr - Start der 18. Etappe.
Schärding - Wesenufer
Km:
56,30; Hm: ↑
253 m;
Fahrzeit: 3 Stunden 03 Minuten
Unsere Beziehung zur Sonne bekommt Risse – heute hat sie uns den ganzen Tag im Stich gelassen. Stattdessen regnet es ununterbrochen bei maximal 14 Grad, alles ist grau in grau. Beim allgemeinen Beschreiben ist mir etwas Besonderes aufgefallen: Ganz ungeplant legten wir gestern dieselbe Strecke in der gleichen Zeit zurück. Der Unterschied betrug lediglich 100 Meter und eine Minute.
Da unsere Unterkunft ohne Frühstück war, war das erste Ziel vor der Abfahrt eine Bäckerei. Anschließend setzten wir unsere Fahrt auf dem Innradweg in Richtung Passau fort – wie schon in den letzten Tagen auf befestigten und unbefestigten Straßen und Wegen.
Der Verantwortliche für die Planung des Radwegs hat sich einmal tief in seine Trickkiste gegriffen: Nach einer unübersichtlichen Rechtskurve und ohne jegliche Vorwarnung erwartete uns eine kurze Steigung von 18 Prozent. Damit es nicht zu einfach wurde, gab es zudem zwei Absperrungen, durch die wir mit unseren Packtaschen gerade noch hindurchfahren konnten – genial.
Beim Fotoshooting in Passau mit unseren Trikots verweigerten wir beide aufgrund des Wetters das Tragen und hielten sie nur in den Händen. Außerdem hätten uns die Passanten vermutlich für geistig bedenklich gehalten.
Der Aufenthalt in Passau war kurz, die Kaffeepause allerdings notwendig – auch wenn wir sie uns hätten sparen können. Wo unsere deutschen Nachbarn das Kaffeekochen gelernt haben, bleibt unergründlich; vermutlich sind die Erfinder der deutschen Kaffeekunst längst ausgestorben.
Der Donauradweg in Oberösterreich verläuft nicht immer direkt entlang der Donau, ist aber gut ausgebaut und sicher befahrbar. Landschaftlich wäre er sicherlich reizvoll gewesen – hätte das Wetter mitgespielt.

Kaffepause in Passau

Auch in Passau wollte keiner unser Radtouren T-Shirt im Regen anziehen.

Donauradweg bei Regen und 14 Grad.

Holzbrücke am Innradweg
Donauradweg, rechtes Ufer. Rechts oben Burg Krempelstein. Die Burg diente als Mautstation und später als Ruhesitz der Passauer Bischöfe.
Donnerstag, 11.06.2026, 10:00 Uhr - Start der 17. Etappe.
Mattighofen - Schärding
Km:
62,40; Hm: ↑
312 m;
Fahrzeit: 3 Stunden 04 Minuten
Die Sonne es gibt sie noch. Mit ihr verhält es sich wie in einer Liebesbeziehung: Hat man sie beim Radfahren 24 Stunden nicht gesehen, vermisst man sie umso mehr.
Bei leicht bewölktem Himmel starteten wir heute ohne Regen. Dennoch zogen mehrere Gewitter um uns herum vorbei, und eines erwischte uns sogar während einer Pause – inklusive etwas Hagel. In Schärding hatten wir eigentlich vor, weiter bis Passau zu fahren, doch da uns dort das nächste Gewitter erwartet hätte, entschieden wir uns, in Schärding zu bleiben.
Unsere Strecke führte – wie bereits in den vergangenen Tagen – über unbefestigte und asphaltierte Straßen, meist wenig befahrene Nebenwege. Anschließend folgten wir dem Innradweg, der teilweise mit dem EuroVelo 7, dem sogenannten Sonnen-Route-Abschnitt in Österreich, identisch ist.
Es bleiben uns nur noch wenige Kilometer bis zum Ende unserer Radtour. Morgen erreichen wir nach Ungarn und Slowenien bereits das dritte Land - Deutschland. Jetzt fehlt uns nur noch eine Landeshauptstadt: Linz.

Mattinghofen. Nach einem ausgewogenen Frühstück lässt sich die Radtour deutlich angenehmer und energievoller gestalten.

Marktgemeinde Obernberg am Inn im Bezirk Ried im Innviertel

Fahrt auf dem EuroVelo 7, der sogenannten Sonnen-Route. Diese führt bis nach Schweden – doch unser Ziel liegt heute näher.

Ein Gewitter mit Donner, Blitzen und vereinzeltem Hagel zog über uns hinweg. Dennoch genossen wir unseren Kaffee. Hatten ja Pause.
Über sieben Brücken musst du gehen – ein Lied der DDR-Rockband Karat, das später von Peter Maffay in einer leicht abgeänderten Version interpretiert wurde. Auf unserer Reise haben wir hunderte solcher Brücken überquert.
Pause am Inn. Nach Donau, Mur, Drau und Salzach ist er der fünfte Fluss, dem wir teilweise entlangfahren.
Mittwoch, 10.06.2026, 10:00 Uhr - Start der 16. Etappe.
Golling an der Salzach - Mattighofen
Km:
75,87; Hm: ↑
572 m;
Fahrzeit: 4 Stunden 10 Minuten
Start bei Regen, Fahrt bei Regen und Wind, Ankunft bei Regen – somit herrschten den ganzen Tag über keine idealen Bedingungen für eine Radtour. Zwar betrug die reine Fahrzeit nur etwas mehr als vier Stunden, doch insgesamt verbrachten wir fast sieben Stunden in der feuchten Regenkleidung.
Das Fotografieren und die Pausen kostet eben auch Zeit.
Die 30 Kilometer lange Strecke bis Salzburg führte auf befestigten und unbefestigten Radwegen sowie asphaltierten Nebenstraßen entlang, die größtenteils eben verliefen und somit recht einfach zu befahren waren.
Auffallend war, dass uns kaum andere Radfahrer auf dem Alpe-Adria-Radweg entgegenkamen – mit Ausnahme einer größeren Gruppe einer organisierten Reise. Diejenigen, die die 400 Kilometer bis Grado individuell zurücklegen, warteten offenbar auf besseres Wetter.
Auch die Durchfahrt durch Salzburg verlief zügig, das Fotoshooting gestaltete sich jedoch etwas eigenartig: Bei Regen und nur 12 Grad wollte niemand das Tour-T-Shirt anziehen, sodass wir es lediglich wie Fahnen in den Händen hielten.
Die Festung Hohensalzburg kam dabei leider nicht optimal zur Geltung, da wir keine Lust hatten einen besseren Standort zum Fotografieren zu suchen.
Nach Salzburg setzten wir unsere Fahrt auf Nebenstraßen mit einigen kleineren Steigungen fort, während unser Körper allmählich auskühlte.
Bei der Ankunft in der KTM-Stadt Mattighofen zitterte Marie Luise wie Espenlaub, behielt aber ihren guten Humor bei.
Die heutige Unterkunft war ein echter Glückstreffer: Zwar handelt es sich um ein Self-Check-in-Apartment, doch es bot alles, was sich ein Radreisender wünschen kann – und das zu einem günstigen Preis.
Trotz der anstrengenden heutigen Etappe sind wir körperlich in einem besseren Zustand als unsere Fahrräder: Marie Luises Gangschaltung springt beim Bergauffahren hin und her, und bei meinem Rad funktionieren die höheren Gänge nicht mehr richtig.

Das Gepäck für die Abfahrt vorbereiten: Insgesamt sind 45 kg zu verladen.

Zu den 12 Grad gesellt sich zudem ein unangenehmer Wind, und der Regen hält den ganzen Tag unvermindert an.

Erste Pause in Hallein – in der Bäckerei Klappacher mit freundlichem Service.

Auf dem Weg nach Grado, dem Endpunkt des Alpe-Adria-Radwegs. Große Gruppen sind organisiert unterwegs, und das Gepäck wird ihnen bequem mit einem Begleitbus nachtransportiert.
Das Fotoshooting in Salzburg verlief etwas improvisiert, da niemand das T-Shirt bei Regen und 12 Grad Außentemperatur tragen wollte.
Im Hintergrund des Grabensees, der kleinste der drei Trumer Seen.
Dienstag, 09.06.2026, 10:00 Uhr - Start der 15. Etappe.
Bad Hofgastein - Golling an der Salzach
Km:
74,83; Hm: ↑
493 m;
Fahrzeit: 3 Stunden 42 Minuten
Bei idealem Radlerwetter begann die Etappe in Bad Hofgastein. Die ersten Kilometer bis nach Werfen führten – wie bereits am Vortag – über den schönsten und abwechslungsreichsten Radweg unserer Tour, eingebettet in die Landschaft des Gasteinertals. Die befestigten und unbefestigten Wege verliefen zunächst bergauf und bergab bis nach Schwarzach im Pongau, von dort aus führte die Strecke entlang der Ufer der Salzach. Ab Werfen ging es weiter direkt auf der Salzachtalstraße (B 159), die über einen schmalen, markierten Radfahrstreifen verfügt.
Nach etwa 15 Kilometern verschlechterte sich das Wetter: Zunächst regnete es leicht bei starkem Wind, später verstärkte sich der Regen bis zum Etappenziel erheblich. Einige Windböen waren so heftig, dass man den Eindruck hatte, jemand betätige unbemerkt den Bremshebel des Fahrrads.
Am Pass Lueg mit seinem Struber-Denkmal – Joseph Struber war ein heldenhafter Landesverteidiger Salzburgs während der Franzosenkriege – gab es erneut einen ruhigeren Wegabschnitt für Radfahrer bis zum Tagesziel.
Obwohl man Regenkleidung trägt, entsteht mit der Zeit das Gefühl, nass zu sein, vor allem aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit und des Schwitzens. Dies hat jedoch auch einen Vorteil: In der Unterkunft muss man sich nicht mehr duschen, sondern lediglich abtrocknen.
Die Temperaturen sanken im Tagesverlauf deutlich: Während der Abfahrt herrschten noch etwa 20 Grad Celsius, bei der Ankunft waren es nur noch rund 14 Grad.

Abwechslungsreicher Radweg durch eine reizvolle Naturlandschaft.

Im Hintergrund die Burg Hohenwerfen.

Der Fahrradweg durch den 1,6 km langen Klammtunnel war eng und laut.
Der Fahrradstreifen auf der Salzachtalstraße (B 159) war an einigen Stellen weniger als einen halben Meter breit.
Pass Lueg, Struber-Denkmal.
Montag, 08.06.2026, 09:35 Uhr - Start der 14. Etappe.
- Teil: Spittal an der Drau nach Mallnitz
- Teil: Mit dem Zug Mallnitz - Böckstein. Zeit: 11 Minuten
- Teil: Böckstein - Bad Hofgastein
Km:
59,63; Hm: ↑
989 m;
Fahrzeit: 3 Stunden 53 Minuten
Bei der Planung der Tour wurde angenommen, dass heute die Königsetappe aufgrund der Höhenmeter bevorstehen würde. Die ersten 30 Kilometer führten über zwei moderate Anstiege mit insgesamt 400 Höhenmetern, und die Strecke von Obervellach nach Mallnitz wies etwas mehr als 500 Höhenmeter bei einer maximalen Steigung von 12 % auf. Die Herausforderung war zwar vorhanden, hielt sich jedoch in Grenzen, sodass die Etappe etwas enttäuschend ausfiel.
Das Wetter war erneut ideal zum Radfahren: kein Wind, leicht bewölkt. Die abwechslungsreiche Route verlief überwiegend über Nebenstraßen und Fahrradwege. Auch auf der Mallnitzer Straße (B 105) herrschte nur geringes Verkehrsaufkommen. Einige Wegabschnitte waren unbefestigt, jedoch gut befahrbar. Die meiste Zeit führte der Fahrradweg entlang der Möll, einem Nebenfluss der Drau.
Nach einer Zugfahrt setzten wir unsere Tour in Böckstein fort und weiter ging es nach Bad Gastein, bekannt für seinen beeindruckenden Wasserfall.
Hier mussten wir die Route korrigieren, da unser ursprünglicher Weg am Ende direkt in den Wasserfall führte.
Schwimmen stand heute jedoch nicht auf dem Programm, weshalb wir einen alternativen Weg aus dem Ort finden mussten. Dieser führte mehr als 1,5 Kilometer bergab und entgegen der Einbahnstraße.
Zwei Polizeibeamte bemerkten unsere ungewöhnliche Fahrweise, reagierten jedoch nicht – möglicherweise waren sie überrascht oder dachten, bei uns sei Hopfen und Malz verloren. Wir sind aber sehr langsam gefahren, da die Straße eng und steil war und wir starken Gegenverkehr hatten.
Einige Kilometer später erreichten wir schließlich unser Tagesziel in Bad Hofgastein.

Auf dem einladenden Fahrradrastplatz in Obervellach noch schnell eine Stärkung genießen, bevor der Anstieg nach Malnitz beginnt.

Der höchste Punkt bei Mallnitz ist erreicht; von nun an geht es bergab.

Nach dem Anstieg ging es ohne Pause mit dem Zug weiter. Man kann es deutlich in Marie-Luises Gesicht ablesen.
Bad Gastein, Kur- und Wintersportort mit 4009 Einwohnern.
Gasteiner Wasserfall. Wasserfall mit einer Fallhöhe von 341m in drei Stufen durch das Zentrum von Bad Gastein.

Die Straßen in Gastein sind teilweise sehr steil, mit Steigungen von 20 % und mehr, sodass man häufig Radfahrer beobachten kann, die ihr Fahrrad schiebend bergauf bewegen.
Sonntag, 06.06.2026,
Ruhetag
Was macht man an einem Ruhetag? Man erledigt all die Dinge, für die man während der Tour keine Zeit findet – zum Beispiel die Wäsche waschen. Dass es höchste Zeit dafür ist, merkt man daran, dass andere Radfahrer freiwillig einen größeren Abstand zu dir halten und die Kellnerinnen und Kellner in den Gasthäusern erleichtert sind, wenn man endlich weiterfährt.
Doch auch die Vorbereitung der Beiträge für die kommenden Tage auf Facebook gehört dazu. So spart man sich abends, wenn man müde von der Tour ist, viel Zeit und Aufwand.
Auch ein Ruhetag geht einmal zu Ende – morgen steht eine Tour mit mehr als 1000 Höhenmetern auf dem Programm.
Samstag, 05.06.2026, 10:30 Uhr - Start der 13. Etappe:
Klagenfurt - Villach - Spittal an der Drau
Km: 84,00
km; Hm: ↑
386 m;
Fahrzeit:
4 Stunden und 35 Minuten.
Heute, am 13. Tag unserer Reise, erlebten wir den bisher perfektesten Tag. Das Wetter und die Temperaturen waren ideal, und der von uns befahrene Abschnitt des Drauradwegs zählt zweifellos zu den schönsten Radstrecken Österreichs.
Der Tag begann mit einem persönlichen Fotoshooting am „Lindwurm“ – einem der Wahrzeichen der Hauptstädte unserer Reise.
Die Strecke führte uns entlang des Wörthersees nach Villach und von dort weiter auf befestigten und unbefestigten Wegen entlang der Drau bis nach Spittal an der Drau.
Man bemerkte deutlich, dass wir uns teilweise auf dem Alpe-Adria-Trail befanden: Noch nie zuvor haben wir auf den bisherigen 13 Reisetagen so viele vollgepackte Fahrräder gesehen. (Der Alpe-Adria-Trail ist ein 410 Kilometer langer Radweg, der von Salzburg bis zum Adriatischen Meer führt).
Auch heute hat die Unterkunft auf Anhieb gepasst – und das zu einem äußerst günstigen Preis. Der „Luxus“ besteht hier darin, dass wir nicht auf engem Raum zusammengepfercht sind, wo vier Packtaschen und zwei Rucksäcke ständig verstaut sein müssen, um sich bewegen zu können.
Doch weder die kleinen Zimmer noch andere Umstände haben uns bisher gestört – im Gegenteil: Es bereitet jeden Tag aufs Neue große Freude, diese Tour zu fahren.
Nach einer Strecke von 850 Kilometern erreichten wir die fünfte Landeshauptstadt unserer Radtour. Ein Foto am Lindwurmbrunnen auf dem Neuen Platz in Klagenfurt am Wörthersee durfte dabei natürlich nicht fehlen.

Drauradweg: Unterwegs auf der malerischen Strecke nach Spittal an der Drau.

Der Drau-Radweg zwischen Villach und Spittal an der Drau zählt, neben Abschnitten des Ybbstalradwegs, zu den schönsten Radwegen, die wir bisher befahren haben.

Die Omya GmbH – Calciumcarbonat-Werk in Gummern liegt direkt am Drau Radweg.
Die Omya GmbH ist ein führender Anbieter von Industriemineralien auf Basis von Calciumcarbonat und Dolomit. Darüber hinaus ist das Unternehmen österreichweit als Distributor von Spezialchemikalien tätig.

Nach 80 km "Radln" Ankunft beim Schloss Porciain in Spittal an der Drau.
Das Renaissance-Schloss, das im Eigentum der Stadt Spittal steht, wurde im Jahr 1951 von der Gemeinde übernommen. Seither fungiert es als kultureller Treffpunkt, Museum sowie Veranstaltungsstätte und gilt als ein wichtiges Symbol der Gegend.
Freitag, 05.06.2026, 10:00 Uhr - Start der 12. Etappe:
St. Georgen im Lavantal (Kärnten) - Klagenfurt.
Km: 72,24
km; Hm: ↑
479 m;
Fahrzeit:
4 Stunden und 01 Minuten.
Vor wenigen Tagen lagen die Temperaturen noch zwischen 25 und 30 Grad, heute betrugen sie nur noch 14 Grad. Einzig in Klagenfurt war es mit 15 Grad etwas wärmer. Der Wind blies zeitweise kräftig, und auf den ersten 50 Kilometern regnete es mal stärker, mal leichter, aber ohne Pausen.
Landschaftlich ist die Gegend auch bei Regen ein echter Genuss. Für Radfahrer wird hier viel getan: Die Radwege sind meist breit, gut ausgeschildert und es gibt zahlreiche Rastplätze mit Trinkwasser. Heute benötigten wir das Wasser jedoch nicht, denn der Regen sorgte dafür, dass man nur den Mund öffnen musste.
Ein besonders eindrucksvoller Teil der heutigen Tour war die Schiebestrecke an der Hängebrücke Santa Lucia in Aich bei Bleiburg. Hier schiebt man sein geliebtes Fahrrad über den 60 Meter tiefen Feistritzbachgraben.
Etwa 15 bis 20 Kilometer vor Klagenfurt ließ der Regen nach, und der krönende Abschluss des Tages war, dass wir sofort ein Zimmer in der Nähe des Stadtzentrums bekamen.
Abfahrt vom Landgasthof Hafner, der bei Radfahrern sehr beliebt ist.

Die Hängebrücke SANTA LUCIA in Aich bei Bleiburg zählt zu den berühmtesten Radbrücken entlang des Drauradwegs und führt über den 60 Meter tiefen Feistritzbachgraben hinweg.

Seit über drei Stunden fällt ununterbrochen Regen. Foto: Gemeindegebiet von Sankt Kanzian am Klopeiner See.
Donnerstag, 04.06.2026, 10:30 Uhr - Start der 11. Etappe:
Wies (Deutschlandsberg) -
Radlje ob Dravi (Slowenien) - St. Georgen im Lavantal (Kärnten).
Km: 61,49
km; Hm: ↑
783 m;
Fahrzeit:
3 Stunden und 28 Minuten.
Bei idealem Radlerwetter ging es nach einigen Kilometern hinauf zum 650 Meter hohen Radlpass, der zugleich die Grenze zwischen Österreich und Slowenien bildet. Die Steigungen betrugen dabei bis zu 15 %. Oben angekommen wurden wir mit einer fünf Kilometer langen Abfahrt bis nach Radlje ob Dravi belohnt.
Einige Kilometer fuhren wir auf der Glavna cesta 1, einer der wichtigsten Hauptstraßen Sloweniens, die zeitweise über kurze Radwege verfügt. Anschließend wechselten wir auf Nebenstraßen mit geringem Verkehrsaufkommen, bevor wir erneut auf die Glavna cesta 1 zurückkehren mussten.
Im Gegensatz zu Österreich war in Slowenien heute kein Feiertag, weshalb auf dieser Strecke viel Schwerverkehr unterwegs war. Dies stellte für uns den gefährlichsten Abschnitt unserer Reise dar. Die LKW fuhren mit Höchstgeschwindigkeit und oftmals nicht mehr als einem Meter Abstand an uns vorbei. Die meisten Autofahrer zeigten wenig Rücksicht auf zwei Radfahrer, die sicher ans Ziel kommen wollten.
Auch die kurzen Radwege erwiesen sich als problematisch: Um nur wenige hundert Meter auf einem Radweg zu fahren, musste man die stark befahrene Hauptstraße mehrfach überqueren.
Der Drauradweg war für Radfahrer gesperrt, dennoch entschieden wir uns, ihn zur Erhöhung unserer Überlebenschancen zu nutzen. In seinem aktuellen Zustand ist er jedoch nur für Mountainbikes geeignet.
Trotz der Gefahren beim Radfahren in dieser Region Sloweniens gibt es auch positive Aspekte – zum Beispiel die günstigen Preise für Speisen und Getränke: Ein Wiener Schnitzel mit einem gemischten Salat, ein Radler und ein Verlängerter kosteten zusammen weniger als 20 Euro.
Heute wurde uns auch bewusst, dass eine nicht organisierte Radreise schöner, aber auch ihre Tücken haben kann. Das im geplanten Etappenziel reservierte Zimmer war erst am nächsten Tag verfügbar, und das einzige freie Zimmer lag 11 Kilometer von unserer Route entfernt.
Wenigstens war die Fahrt dorthin landschaftlich sehr reizvoll.
Den Radlpass mit Steigungen von bis zu 15 % erfolgreich gemeistert.

Radlpass – die Grenze zwischen Österreich und Slowenien. An der Anhöhe passierte uns eine VW Kolonne, meist bestehend aus VW Käfern.

Landschaftlich ist dieser Teil Sloweniens äußerst reizvoll, doch leider vernachlässigen die Verantwortlichen den Drauradweg in einigen Abschnitten vollständig.

Der Drauradweg erstrahlt in seiner vollen Pracht.

Drauradweg – für Radfahrende gesperrt.
Mittwoch, 03.06.2026, 11:30 Uhr - Start der 10. Etappe:
Weitendorf (bei Wildon) - Wies (Bezirk Deutschlandsberg)
Km: 42,99
km; Hm: ↑
301 m;
Fahrzeit:
2 Stunden und 30 Minuten.
Unser gesamter Zeitplan wurde durch den anhaltenden Regen und die starken Windböen erheblich beeinträchtigt. Statt wie ursprünglich um 8:30 Uhr aufzubrechen, konnten wir erst um 11:00 Uhr weiterfahren, als der Wind nachgelassen hatte und der Regen nur noch leicht fiel.
Aus diesem Grund konnten wir unser Tagesziel verständlicherweise nicht erreichen. Bis eine halbe Stunde vor unserer Ankunft in Wies regnete es ununterbrochen, und den ganzen Tag über begegneten wir keinem anderen Fahrradfahrer.
Erneut folgten wir verschiedenen Radwegen, die qualitativ nicht mit den burgenländischen Radwegen mithalten konnten.
Dennoch kamen wir unserem Ziel näher. Leider waren wir gezwungen, einige Kilometer auf der stark befahrenen Sulmtalstraße (B 74) zurückzulegen, wobei deutlich wurde, dass bei manchen Autofahrern die Abstandsregel gegenüber Radfahrern noch nicht ausreichend verinnerlicht ist.
Dass wir uns mehrfach verfahren haben, liegt daran, dass unsere Navigationsgeräte (Handy und Garmin) durch den Regen ausgefallen sind – eine Erfahrung, die wir bereits kennen. Diese Geräte vertragen weder Hitze noch starken Niederschlag gut.
Am Vortag hatte ich berichtet, dass das Fahrrad von Marie Luise ungewöhnliche Geräusche machte, die ich am Morgen provisorisch behoben hatte. Während der Fahrt entfernte ich heute den Kotflügel, woraufhin die Geräusche vollständig verschwanden.
Kurz darauf schnitt ich einen Kabelschutz am Rücklicht ab, der am Reifen schleifte. Ich bin gespannt, wie viele Teile vom Fahrrad noch intakt sein werden, wenn Marie Luise das Ziel erreicht.
Wir waren heute die einzigen Radfahrer weit und breit.

Die Durchfahrt unter der Brücke ist nicht sehr hoch und für kleinere Radfahrer gedacht.

Radweg oder Gehsteig? Verkehrsschilder für diese schlechten und schmalen Wegen gab es keine, aber es war immer noch besser als auf der vielbefahrenen Sulmtal Straße (B 74) zu fahren.

Weinland Camping Naturbadesee Gleinstätten (Bezirk Leibnitz)
Dienstag, 02.06.2026, 08:30 Uhr - Start der 9. Etappe
Gleisdorf - Graz Hauptplatz - Weitendorf (bei Wildon).
Km:
55,61 km; Hm: ↑
333 m;
Fahrzeit:
3 Stunden und 6 Minuten.
Bei angenehmen Temperaturen von etwa 25 Grad Celsius und meist wolkenlosem Himmel führte unsere Fahrradtour in Richtung Graz. Überwiegend fuhren wir auf Nebenstraßen mit mäßigem Verkehrsaufkommen, Radwege waren nur selten vorhanden. Die einzige Steigung, die jedoch keine Schwierigkeiten bereitete, war die Laßnitzhöhe. Nach dem Anstieg wurden wir mit einer kilometerlangen Abfahrt belohnt. Das Ziel in Graz war der Hauptplatz, wo wir ein Foto mit dem Schlossberg im Hintergrund machten. Dank des gut ausgebauten Netzes der Grazer Radwege war auch das Erreichen des Hauptplatzes problemlos möglich.
Nach dem obligatorischen Foto in der vierten Hauptstadt unserer Reise setzten wir unseren Weg auf dem Murradweg in Richtung Wildon fort. Der gesamte Radweg verläuft eben und ist hervorragend beschildert – selbst der Abschnitt, an dem der reguläre Radweg derzeit gesperrt ist und eine Umleitung eingerichtet wurde.
Kurz vor Wildon, in Weitendorf, fanden wir eine recht günstige Unterkunft ohne Frühstück. Das bedeutet, dass wir den nächsten Tag ohne den für uns unverzichtbaren Frühstückskaffee beginnen müssen.
Interessant ist zudem die Veränderung unseres Essverhaltens am Morgen: Während unser Frühstück normalerweise aus einem Kaffee besteht, schafften wir es am ersten Tag gerade einmal, in Frühstückspensionen ein Semmerl zu essen. Nach neun Tagen unterwegs waren es bereits drei Semmeln, ein Ei und Wurst die uns leicht und gut bekömmlich schmeckten.
Wir haben beschlossen, die täglichen Etappen künftig auf eine Länge von 50 bis 60 Kilometern zu begrenzen, um längere und häufigere Pausen einlegen zu können.
Graz – die vierte Landeshauptstadt auf unserer Reise (Hauptplatz).

Augarten (offiziell Städtischer Augarten) ist ein 7,5 Hektar große Park mitten in Graz.

Murkraftwerk in Graz (Murradweg)

Marie Luise bei sucht Abkühlung beim Trinkbrunnen (Murradweg)
Montag, 01.06.2026, 09:30 Uhr - Start der 8. Etappe:
Großpetersdorf - Fürstenfeld - Gleisdorf.
Km:
83,42 km; Hm: ↑
727 m;
Fahrzeit:
4 Stunden und 37 Minuten.
Die Fahrt begann bei leichtem Regen, der jedoch bald aufhörte und den gesamten Tag über nicht wiederkehrte. Die Tour setzte sich bei wechselnder Bewölkung und angenehmen Temperaturen fort – ideale Bedingungen für eine Fahrradtour. Lediglich der Wind verlangsamte unser Tempo, weshalb wir die Unterstützung der Batterie verstärkt nutzten – eine Entscheidung, die sich später rächen sollte.
Obwohl Fürstenfeld nicht direkt auf unserer Route lag, legten wir einen kurzen Abstecher zum Rathaus ein, um ein Foto zu machen, bevor wir weiter in Richtung Gleisdorf fuhren.
Etwa fünf Kilometer vor Gleisdorf wurden die Folgen des erhöhten Batterieverbrauchs deutlich: Bei einer Steigung von 14 % war das erste E-Bike ohne Strom, einen Kilometer weiter traf es auch das zweite E-Bike. Mit Gepäck von 17 beziehungsweise 25 Kilogramm blieb uns nichts anderes übrig, als die Fahrräder bergauf zu schieben.
Wir können nun mit Überzeugung sagen, dass der Spruch „Wer sein Fahrrad liebt, der schiebt“ keineswegs zutrifft.
Auf flachen Streckenabschnitten ist ein Fahren mit etwas mehr körperlichem Einsatz möglich gewesen, doch an zwei weiteren Steigungen blieb uns erneut nur das Schieben.
Als wir schließlich unsere Unterkunft erreichten, waren wir im Vergleich zu den vorherigen Tourtagen am erschöpftesten. Das hinderte uns jedoch nicht daran, noch 1,5 Kilometer zum nächstgelegenen chinesischen Restaurant zu gehen – und dieselbe Strecke mit vollem Magen zurückzulegen.
Ob die für morgen geplante Etappe wie vorgesehen stattfinden kann, hängt von der Einschätzung des Fahrradmechanikers ab, den wir heute Vormittag aufsuchen werden. Das Fahrrad von Marie Luise gab auf den letzten Kilometern, als noch ausreichend Batterieladung vorhanden war, komische Geräusche von sich.
Obwohl es auf den ersten Blick nicht erkennbar ist, befand sich an dieser Stelle ein längeres Stück mit einer Steigung von 10 %.

Auch dieser Streckenabschnitt war Teil des "Radweges".

Die Folgen des gestrigen Sturms waren auf zahlreichen Abschnitten des Radweges deutlich sichtbar.

Die Steiermark ist nach Niederösterreich, Wien und dem Burgenland das vierte Bundesland, durch das unsere Radtour führt.

Die Gruppe S.T.S. mit ihrem berühmten Song „Fürstenfeld“ hat uns dazu inspiriert, bei unserer Radtour auch durch Fürstenfeld zu fahren. Übrigens stammt von den Mitgliedern der Gruppe nur Günter Timischl aus Fürstenfeld, die beiden anderen sind Grazer.
Sonntag, 31.05.2026, 09:00 Uhr - Start der 7. Etappe:
Lutzmansburg - Großpetersdorf.
Km:
58,18; Hm: ↑
459 m;
Fahrzeit:
2 Stunden und 38 Minuten.
Nach nur 100 Metern nach dem Start in Luzmansdorf legten wir eine erste Pause ein, um einen Kaffee zu trinken, da der Kaffee im Hotel leider ungenießbar war. Anschließend setzten wir unsere Fahrt auf gut ausgebauten Radwegen fort, bis unsere Route in einen Waldweg mündete und Mountainbiken angesagt war. Ohne es zu bemerken, gelangten wir aus dem Wald heraus direkt nach Kőszegszerdahely in Ungarn.
Nach einigen Kilometern bei leicht bewölktem, warmem Wetter führte uns die Strecke über den Grenzübergang Rechnitz (Österreich) – Bozsok (Ungarn) zurück ins Burgenland. Dort fuhren wir auf verschiedenen Radwegen wie der Sonnland-Tour, dem Bahntrassen-Radweg und weiteren, allerdings jeweils nur auf Teilabschnitten. Die Radwege im Burgenland, die durch endlose Felder führen, sind hervorragend ausgebaut und verfügen über kreativ und ansprechend gestaltete Rastplätze.
Schon während der Fahrt fiel uns auf, dass es hier offenbar am Vortag stürmisch gewesen sein musste: Überall lagen abgebrochene Zweige und Äste am Wegesrand. In Großpetersdorf (Bezirk Oberwart) entschieden wir uns bei einer Essenspause gegen die Weiterfahrt, da sich der Himmel zunehmend verdunkelte und die Wetter-App vor stürmischem Wetter mit Hagelwarnung warnte.
Da die weitere Route erneut durch kilometerlange Felder führt und wir bei einem möglichen Hagel keine Unterstellmöglichkeiten gehabt hätten, war die Entscheidung schnell getroffen.
Letztlich blieb der Hagel aus, allerdings war es zeitweise recht stürmisch.
Ein Radler für Radler: In Bozsok (deutsch Poschendorf) hatte ein kleiner Supermarkt auch sonntags geöffnet – und welch eine Überraschung, dort gab es unseren steirischen Lieblingsradler.

Kurze Rast am Bahntrassen-Radweges bei Rechnitz.

Hotel in Großpetersdorf (Burgenland). Täglich benötige ich drei bis fünf Stunden, um Videos in Fotos umzuwandeln, jedes einzelne Bild zu beschreiben – das sind etwa 30 Fotos pro Tag – und die Webseite entsprechend zu gestalten. Zudem bereite ich zukünftige Facebook-Posts vor. Nur selten stehen mir dabei optimale Arbeitsbedingungen mit Schreibtisch und Stuhl zur Verfügung; meist verlege ich meinen Arbeitsplatz auf den Boden oder ins Bett. Beide Varianten entsprechen jedoch keinesfalls den idealen Voraussetzungen für produktives Arbeiten.

Ohne Strom läuft nichts. Täglich werden folgende Geräte geladen: 2 Fahrradbatterien, 1 Vorderlicht, 1 Rücklicht, 2 Powerbanks, 1 Bosch-Luftpumpe, 2 Telefone, 3 Batterien für 3 GoPro-Kameras sowie der Fahrradcomputer. Nicht auf dem Foto zu sehen sind die beiden Garmin Fenix Armbanduhren.
Samstag, 30.05.2026, 09:00 Uhr - Start der 6. Etappe
Purbach am Neusiedlersee - Eisenstadt - Sopron (Oedenburg) - Lutzmannsburg (Bezirk Oberpullendorf).
Km:
82,09; Hm: ↑
640 m;
Fahrzeit:
04 Stunden52 Minuten.
Nach der Abfahrt aus Purbach war die erste Station Eisenstadt, das weniger als 20 Kilometer entfernt liegt. Der Tag war warm, jedoch bewölkt, was die Fahrt angenehm gestaltete. Auch der Wind störte nicht.
Solange wir auf Radwegen unterwegs waren, gestaltete sich die Navigation einfach, da im Burgenland alle Fahrradwege gut ausgebaut und eindeutig beschildert sind.
Schwieriger wurde es jedoch, wenn man eigene Routen mit Komoot oder Google Maps geplant hat – dann kann es passieren, dass man plötzlich vor einem Zaun steht oder, wie heute bei Sopron, vor einem Graben. Die Suche nach neuen Wegen kostet Zeit und macht wenig Freude.
Nachdem wir Sopron passiert hatten, erreichte uns das erste Gewitter mit starken Winden auf unserer Reise. Während der kurzen, heftigsten Phase suchten wir Schutz in einer überdachten Bushaltestelle und setzten die Fahrt anschließend bei Regen fort.
Doch nicht lange danach begann unser Handy Fehlfunktionen zu zeigen: Es schlug alle paar Minuten andere Routen vor. Auch unser bisher jahrelang zuverlässiger Fahrradcomputer (Garmin Edge 1030) verweigerte bei Regen den Dienst und zeigte nicht mehr den richtigen Weg an. Möglicherweise leidet das Gerät an Altersschwäche, sodass wir unsere Navigationsstrategie bei Regen überdenken müssen.
Der restliche Weg nach Lutzmannsburg führte zeitweise über unwegsames Gelände, doch am frühen Abend erreichten wir die Gemeinde mit etwa 800 Einwohnern. Interessanterweise findet man hier leichter eine Unterkunft als in Eisenstadt.
Marie Luise fährt in der Fußgängerzone von Eisenstadt.

Unser typisches Fotoshooting diesmal vor dem Schloss Esterházy in Eisenstadt.

Kurzer Abstecher nach Sopron, einer der ältesten Städte Ungarns.

Marie Luise wartet nicht auf den Bus, sondern bis das Gewitter mit starken Winden vorübergezogen ist. Das Foto wurde kurz nach Sopron aufgenommen.
Freitag, 29.05.2026, 09:00 Uhr - Start der 5. Etappe:
Orth an der Donau - Bruck an der Leitha - Purbach am Neusiedlersee.
Km: 68,68; Hm: ↑
304 m;
Fahrzeit:
03 Stunden 18 Minuten.
Nach einem ausgezeichneten Frühstück in der Pension Maria in Orth an der Donau setzten wir unsere Fahrt auf dem kilometerlangen, schnurgeraden Donauradweg fort, bis zur Donaubrücke bei Deutsch-Bad Altenburg.
Auf dem Weg nach Bruck an der Leitha erwartete uns erstmals eine längere Schotterstrecke, die wir problemlos bewältigten.
In Bruck an der Leitha begann unser Tagesziel Eisenstadt jedoch zunehmend in Frage zu stehen. Zum einen benötigten wir für eine Pause direkt neben dem Rathaus fast zwei Stunden – deutlich länger als die geplanten 30 Minuten, die wir sonst bei jedem Stopp einhielten – da das Personal stark überlastet war. Zum anderen waren aufgrund von Veranstaltungen wie Salonkonzerten im Haydn-Haus und der Ausstellungseröffnung „her*spectives“ sowie weiterer Events in Eisenstadt keine günstigen Unterkünfte mehr verfügbar.
Daher passten wir unsere Unterkunftssuche den Gegebenheiten an: Ab sofort suchten wir, sofern im Tageszielort keine Unterkunft mehr frei war, eine Übernachtungsmöglichkeit in einem Ort entlang der Strecke, nachdem wir mindestens 50 Kilometer zurückgelegt hatten.
Nach Bruck an der Leitha folgte eine mehrere Kilometer lange Kopfsteinpflasterstraße, vermutlich aus römischer Zeit, die uns zwang, zum Schutz unserer Fahrräder mit einer Geschwindigkeit von maximal 12 bis 15 km/h zu fahren. Ab Kaisersteinbruch führte die Strecke ins Leithagebirge. Da die Passhöhe jedoch nicht mehr als 200 Höhenmeter betrug, stellte diese Etappe für uns Bergspezialisten nur eine leichte Herausforderung dar.
Auf dem gut ausgebauten Neusiedler-See-Radweg mit schattigen Rastplätzen ging es weiter bis nach Purbach am Neusiedler See, wo wir nacheiniger Zeit suchen eine Unterkunft fanden.
Auch heute lagen die Temperaturen wieder über 25 Grad Celsius, und kein Wölkchen trübte den Himmel – an diese Wärme haben wir uns mittlerweile gut gewöhnt.
Donauradweg kurz vor der Donaubrücke zwischen Hainburg und Bad Deutschaltenburg.

Abfahrt von unser Unterkunft in Orth an der Donau.

Rathaus Bruck an der Leitha.

Kilometerlange Schotterpiste und Windräder (zwischen Deutsch Altenburg und Bruck an der Leitha)
Donnerstag 28.05.2026, 09:00 Uhr - Start der 4. Etappe:
Von Tulln (3434 Wilfersdorf) nach Wien und Orth an der Donau.
Fahrzeit: 04:12:00; Km: 81,73; Hm: ↑ 177 m.
Nach einem Abschiedsfoto mit der Donaubühne im Hintergrund begann die bisher leichteste Etappe unserer Tour. Wir folgten dem Donauradweg, der Teil des EuroVelo-Netzwerks ist – einem europaweiten Netz von Radfernwegen, das den gesamten Kontinent miteinander verbindet. Für den Donauradweg benötigt man keine Navigationshilfe, da er hervorragend ausgeschildert und beschrieben ist.
Bis zur Schleuse Greifenstein fuhren wir am rechten Donauufer entlang, anschließend wechselten wir auf das linke Ufer. Dort durchquerten wir ganz Wien und setzten unsere Fahrt bis Orth an der Donau fort. Direkt neben Schloss Orth übernachteten wir in einer gemütlichen und preiswerten Pension (Pension Maria), die wir vorsorglich bereits während der Wien-Durchfahrt reserviert hatten. Übrigens ist Schloss Orth nicht nur Nationalparkzentrum, sondern auch Museum, Informationsstelle, Ausflugsziel und Veranstaltungsort – ein lohnenswerter Besuch. Ebenso sehenswert ist das Donauufer mit der Fährverbindung von Orth an der Donau nach Haslau.
Zum Wetter: Es war wieder warm, was für uns kein Problem darstellte. Der Wind blies mit teils kräftigen Böen, allerdings aus einer günstigen Richtung – stets schräg von hinten –, sodass er uns beim Radfahren unterstützte.
Abschiedsfoto von Tulln.

Aber bevor es richtig losgeht, darf ein Kaffee nicht fehlen.

Radweg durch Wien, der Donau entlang.
Mittwoch 27.05.2026, 09:00 Uhr - Start der 3. Etappe:
Von Melk nach Tulln (3434 Wilfersdorf).
Fahrzeit: 04:43:00; Km: 92,02; Hm: ↑ 265 m.
Die Abfahrt von Melk begann vielversprechend, obwohl laut Medienberichten der bisher heißeste Tag bevorstand. Dank der Wolken und des meist seitlich von hinten wehenden Winds waren die Temperaturen jedoch weniger belastend als am Vortag. Das eigentliche Ziel Zwentendorf erreichten wir aufgrund der idealen Bedingungen für Radfahrer deutlich früher als geplant, sodass wir beschlossen, bis nach Tulln weiterzufahren. Ab Tulln gestaltete sich der weitere Tagesverlauf jedoch komplizierter. Während wir bisher die Unterkunft nach Ankunft in einem Ort über Plattformen wie Booking.com reservierten, fanden wir in Tulln keine passende Unterkunft. Auch in Korneuburg und Klosterneuburg, etwa 20 Kilometer entfernt, gab es keine geeigneten Optionen. So blieb uns letztlich nur die einzige verfügbare Unterkunft in Wilfersdorf, neun Kilometer von Tulln und unserer ursprünglichen Route entfernt.
Der Ort liegt so abgelegen in der Wildnis, dass nicht einmal Lieferando den Weg zu uns fand – es war unsere einzige Hoffnung, etwas Essbares zu bekommen.
Auf unsere Pizzen warten wir nun bereits seit 12 Stunden. Diese 9 km Umweg und kein Essen erhöht bei uns beiden nicht gerade die abendliche Stimmung.

09:00 Uhr morgens, abfahrt von Melk,

Heute war kein Handy zur Navigation erforderlich. Die Fotos werden von der fest montierten GoPro sowie zwei weiteren GoPro-Kameras neben den Handys aufgenommen.

Marie Luise und das Benediktinerstift Göttweig, vorne in der Mitte auf dem Berg.
Dienstag 26.05.2026, 09:00 Uhr - Start der 2. Etappe:
Ybbs an der Donau - Melk - Pilachtalradweg nach St. Pölten - und den gleichen Weg Retour nach Melk. Fahrzeit: 05:12:00; Km: 90,85; Hm: ↑ 341m.
Start war heute um 09:00 Uhr morgens in Ybbs an der Donau. Die ersten 27 Kilometer führten entlang des Donauradwegs bis nach Melk. Nach einer kurzen Pause ging es weiter über den Pilachtalweg nach St. Pölten, bevor wir nahezu denselben Weg zurück nach Melk nahmen.
Die Temperaturen lagen heute etwas höher als am Vortag, und schattige Abschnitte waren auf der gesamten Strecke nur selten vorhanden. Deshalb legten wir häufiger kurze Pausen ein: Statt alle 40 Kilometer hielten wir etwa alle 30 Kilometer an.
Besonders herausfordernd gestaltete sich der Pilachtalradweg in beide Richtungen. Zum einen wird dieser Radweg nie einen Schönheitspreis gewinnen, zum anderen ist bei der Beschilderung viel Luft nach oben.
Zudem erlitt mein am Lenker befestigtes Handy, das den ganzen Tag der Sonneneinstrahlung ausgesetzt war, kurz nach St. Pölten einen "Hitzschlag" (Google Meldung: Das Handy muss abgekühlt werden. - Was nicht möglich war) und war bis zum Abend nicht mehr einsatzfähig.
Das Handy ist jedoch für die Tagesrouten essenziell, da die Strecken in Komoot vorgegeben sind. Die Aufzeichnung der gefahrenen Kilometer übernimmt weiterhin problemlos mein Fahrradcomputer (Garmin Edge 1030).
Aber da wir alles positiv sehen, hat auch die Sonne und die hohen Temperaturen etwas Gutes. Allmählich gleichen wir richtige Radfahrern: Beine bis knapp oberhalb der Knie, Arme bis knapp über die Ellbogen und das Gesicht braun, besser gesagt rotbraun – der Rest bleibt schön weiß.

St. Pölten Zentrum. Fehlen noch 27 km bis zum Tagesziel in Melk.

Viel Sonne, wenig Schatten (Pilachtalradweg).

Donauradweg, kurz nach Ybbs an der Donau. Im Hintergrund möglicherweise Gottsdorf.
Montag 25.05.2026, 09:00 Uhr - Start der 1. Etappe:
Göstling an der Ybbs über Ybbstalradweg nach Ybbs an der Donau.
Fahrzeit: 05:07:00; Km: 102; Hm: ↑ 280m.
Eigentlich hätte die Etappenlänge nur 90 km betragen sollen, was uns jedoch etwas zu kurz erschien. Daher haben wir beim Zwischenstopp in Waidhofen an der Ybbs einen Rucksack vergessen und bemerkten den Fehler erst nach fünf Kilometern. Die zusätzlichen Kilometer für Hin- und Rückfahrt ergaben somit die tatsächliche Distanz.
Der Ybbstalradweg zwischen Göstling und Waidhofen zählt zweifellos zu den schönsten Radstrecken Österreichs. Auch der Abschnitt von Waidhofen über Amstetten bis nach Ybbs wurde deutlich verbessert und ist inzwischen deutlich familienfreundlicher gestaltet.
Mit einer Tageshöchsttemperatur von 27 Grad waren wir nicht ganz vertraut. Da die Strecke mit wenigen Ausnahmen schattenfrei verläuft, hat Marie Luise an einigen Stellen auf einer Körperseite einen leichten Sonnenbrand davongetragen. Ein Teil der heutigen Etappe führte von Melk nach St. Pölten, wobei die Sonne von der anderen Seite scheinen wird, sodass sich der Sonnenbrand allmählich auf beiden Seiten ausgleichen wird.
Anmerkung: Wir fahren als Team, daher ist das Vergessen des Rucksacks ein Fehler, den wir beide gemeinsam tragen. Es gibt kein „besser“ oder „schlechter“ – entscheidend ist, dass wir unsere Ziele gemeinsam erreichen. Nur das zählt bei dieser Tour.

Das erste Etappenziel nach 100 Kilometern ist erreicht: das Rathaus in Ybbs an der Donau.

Am Feiertag und bei schönem Wetter waren wir nicht allein unterwegs. Hier ein Bild nach dem Fahrradwegtunnel bei Opponitz.

Waidhofen an der Ybbs. Bei der Konditorei mit dem roten Schirm vergaßen wir unseren Rucksack und bemerkten das Fehlen erst bei Sonntagsberg.
Samstag 23.05.2026 - Testfahrt 2. Teil: Mariazell - Lunz - Göstling
Fahrzeit: 02:04:00, Km: 44,1 Hm: ↑ 380m
Es handelte sich lediglich um eine kurze Etappe mit kaum nennenswerten Steigungen auf der B71, gefolgt von einer langen Abfahrt in Richtung Lunz. Marie Luise nahm ihren Sturz kurz nach dem Start mit Humor. Im Gegensatz zum Vortag waren heute keine Motorradfahrer unterwegs, und das Verkehrsaufkommen war deutlich geringer.
Die wichtigsten Erkenntnisse aus den zwei Tagen Testfahrt waren, dass das Gepäck keine Einschränkung darstellt. Gleichzeitig erwarten uns jedoch zwei neue Herausforderungen: Zum einen die Hitze – in diesem Jahr fuhren wir bei Temperaturen zwischen 4 und maximal 18 Grad – und zum anderen die Auswirkungen von stundenlangem oder sogar tagelangem Regen auf die Tageskilometer.

Kurzer Stopp am Erlaufsee.

Gleich nach dem Start machte Marie Luise eine unmittelbare Bekanntschaft mit dem rauen Mariazeller Asphalt, doch sie nahm es mit Humor.

Fahrt entlang des Ufers des Erlaufsees.

Ankunft in Göstling – ein gemeinsames Foto unseres "Fanclubs" an unserem Genussplatzerl in Göstling, der Parkhütte.
Am Foto zu sehen von links nach rechts: Marie Luise, Günther Blieweis, Monika Blieweis, Georg Perschl und August Aust.
Freitag 22.05.2026 - Testfahrt 1. Teil: Göstling - Lassing - Mariazell
Fahrzeit: 03:49:00, Km:71,7, Hm: ↑ 950m.
Problemlose Fahrt durch die malerische Landschaft der Wildalpen entlang der Salza. Leider führte die gesamte Strecke überwiegend über Bundesstraßen, mit nur wenigen Ausnahmen, die hauptsächlich der Umfahrung von Tunneln dienten. Es handelte sich um die erste Tour mit dem E-Bike, bei derwir das gesamte notwendige Gepäck für die kommende Reise dabei hatte. Dieses umfasst bei mir unter anderem Computer, Fahrradreparaturmaterial und vieles mehr, was ein Gesamtgewicht von 27 kg ergibt.

Fahrt auf der B24 der Hochschwab Straße, Richtung Mariazell

Die Prescenyklause nahe der Ortschaft Weichselboden in der Gemeinde Mariazell ist angeblich die größte Massivklause Österreichs.

Ankunft an der Basilika Mariazell.
Text, Fotos und Videos: August Aust
